Leberwurst

Leberwurst ist etwas Urdeutsches, eine Streichwurst, die schon auf’s Schulbrot gehört und uns begleitet, bis wir keine Zähne mehr haben, denn dann kann man sie immer noch essen und genießen. 

Leberwurst kann buchstäblich „Leben retten“, denn wir erinnern uns an einen Kunden, der eine schwere Speiseröhrenoperation überstehen mußte. Er wünschte sich ins Krankenhaus „die gute Leberwurst vom Lauterbach“ und nach seinen eigenen Angaben hat ihn der Genuß dermaßen getröstet, daß er fühlte, er würde wieder gesund.

Leberwurst ist auch etwas sehr Altes. Schon im Mittelalter hatte man Leber püriert, mit Speck, Salz, Grieben und auch Getreide vermischt, in Därme gefüllt, gekocht und damit haltbar gemacht. Dazu brauchte es keine großen Maschinen und keine moderne Technik.

Leberwurst gibt es als feine Kalbsleberwurst, als grobe Hausmacher Leberwurst traditionell mit Majoran, als deftigen Bauernschmaus (auch Pfälzer Leberwurst),in Franken in einer schnittfesten Form als „weißen Preßsack“ und in Frankreich in einer Terrine als „Leberpâté“. Mit der Leberwurst sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, viele Geschmackszusätze vertragen sich mit ihr: Preiselbeeren, grüner Pfeffer, Trüffel, Schnittlauch, Trockenfrüchte. Und jedesmal wird aus der Leberwurst ein neues eigenständiges Produkt.

Zur Leberwurst kann man ein Bier trinken oder einen feinen Portwein als Apéritif, sie verändert so ihre Persönlichkeit und bleibt doch immer gleich. 

Das deutscheste aller Produkte im Wurstsektor…so deutsch und so außergewöhnlich, daß die Roadies von Michael Jackson auf dessen Tournee in den 90ern, die von Nürnberg aus eine kleine Frankentour machten und zufällig in unserem Laden unsere Leberwurst probiert hatten, am nächsten Tag erneut alle im Laden standen, um noch mal „this delicious Leberwurst“ zu kaufen.

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